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Zuckerfabrikgelände liegt im betroffenen Bereich

verfasst von: redaktion am
Umwelt 
Seveso-Gutachten: Nach TÜV-Gutachten reduzieren sich die Sicherheitsabstände

Dormagen. Das TÜV-Gutachten, in dem die Auswirkungen der Seveso-Richtlinie auf künftige Bauvorhaben in Dormagen untersucht werden, liegt im ersten Entwurf vor. „Danach können wir davon ausgehen, dass der weitaus größte Teil unserer Innenstadt erfreulicherweise nicht mehr von Einschränkungen betroffen sein wird“, erklärte Bürgermeister Erik Lierenfeld heute (25. April) bei der Präsentation im Planungs- und Umweltausschuss. Die Stadt hatte das Gutachten in Auftrag gegeben, um zahlreiche Bauvorhaben wie etwa das Großprojekt der Baugenossenschaft im Quartier zwischen Ubierstraße und Helbüchelstraße endlich auf den Weg bringen zu können.

Hintergrund: Hier ruhen die Verfahren, bis klar ist, ob nach der Seveso-Richtlinie besondere Auflagen zu beachten sind. Ohne gutachterliche Untersuchung gelten bisher generelle „Achtungsabstände“ zu Störfallbetrieben im benachbarten Chempark. Sie reichen bis an die Robert-Koch-Straße im Norden der Innenstadt. „Nach dem TÜV-Gutachten, das nun der Bezirksregierung und dem Landesumweltamt zur Prüfung vorliegt, werden sich die konkret ermittelten Abstände aber erheblich reduzieren“, so Lierenfeld.

Betroffen von den so genannten „angemessenen Sicherheitsabständen“ ist der Bereich südlich der Europastraße. „Für alle vorhandenen Wohngebäude und Gewerbebetriebe gilt dort Bestandsschutz. Auch die Römer-Therme und der Sportpark am Höhenberg sind in ihrer heutigen Form durch die Seveso-Richtlinie nicht gefährdet“, erläutert Städtebaufachbereichsleiter Gregor Nachtwey.“ Bei neuen Bauvorhaben in diesem Bereich ist nach dem Gutachten allerdings eine gesonderte Überprüfung erforderlich, ob und unter welchen Voraussetzungen sie möglich sind. Das betrifft als eines der größten Projekte in der Innenstadt auch das geplante Fachmarktzentrum auf dem früheren Zuckerfabrikgelände. „Wir haben den Eigentümer Edeka darüber unverzüglich informiert. Nach den störfallrechtlichen Vorgaben ist eine Einzelhandelsnutzung dort nicht genehmigungsfähig“, berichtet Lierenfeld. „Zunächst bleibt aber abzuwarten, ob das Gutachten in der vorliegenden Form von den zuständigen Behörden anerkannt wird.“

In Hackenbroich könnte nach den TÜV-Ergebnissen das Bauvorhaben auf dem Gelände hinter der Alten Schule bald umgesetzt werden. In den Bereich der angemessenen Sicherheitsabstände fällt hier lediglich ein kleiner Teil der Wohnbebauung an der Claudiusstraße. Betroffen sind – auch durch die benachbarte Biogasanlage auf Kölner Stadtgebiet und einen Entsorgungsbetrieb – zudem Flächen im Gewerbegebiet Hackenbroich. „Über den Bestandsschutz hinaus können dort nach unserer Einschätzung aber weitere Firmenansiedlungen vorgenommen werden, wenn es sich nicht um Einzelhandelsbetriebe oder andere Unternehmen mit öffentlichem Publikumsverkehr handelt“, sagt Nachtwey.

Ähnliches gilt für die ehemalige Friedhofserweiterungsfläche im Gewerbepark TopWest, die ebenfalls in den Bereich der angemessenen Abstände fällt. Zukünftig soll dieses Areal für zusätzliche Betriebe genutzt werden. „In Rheinfeld hat sich die Situation nach den TÜV-Ergebnissen deutlich entspannt und auch in Delrath ist nur ein geringer Randstreifen von Sicherheitsabständen durch einen nahegelegenen Spezialgashändler tangiert“, so Nachtwey.

Im Februar 2015 hatte die Stadt Dormagen den Auftrag für das Seveso-Gutachten an den TÜV Süd vergeben. Wie bei einem vergleichbaren Verfahren in Leverkusen nahmen die umfangreichen Ermittlungen etwas mehr als zwei Jahre in Anspruch. „Nun hoffen wir auf Planungssicherheit für weite Teile unseres Stadtgebietes, sobald die Bezirksregierung und das Landesumweltamt ihre Überprüfung des Gutachtens abgeschlossen haben. Auch das wird noch etwas Zeit in Anspruch nehmen“, so Lierenfeld.

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