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Wespennest – und nun?

verfasst von: kjm am
Ratgeber 
Bildtext: Gewöhnliche Wespe auf Wiesenbärenklau

Mit Beginn des Sommers halten sich die Menschen gerne im Freien auf, die Saison der Obstkuchen und der Grillfeste ist eröffnet. Nicht selten kommt es dabei zu Konflikten mit Wespen, welche von den uns Menschen zugedachten Genüssen angelockt werden.
Schlechte Erfahrungen mit den lästigen „Störenfrieden“ lassen bei Entdeckung eines Wespennestes oftmals nur eine Lösung zu: Das Nest muss weg!
So einfach sollte man sich aber nicht gegen die Wespen entscheiden, denn obwohl in einigen Fällen die Umsiedlung oder auch Vernichtung des Nestes gerechtfertigt ist – es gibt viele Fälle, in denen ein solches Vorgehen völlig unnötig ist.
Der Großteil der in Deutschland vorkommenden Wespen lebt solitär, d.h. es werden von den Weibchen nur einzelne Nistzellen mit Proviant bestückt, in die anschließend ein Ei gelegt wird. Diese Arten werden von den meisten Menschen gar nicht wahrgenommen.
Anders bei den sozialen, Staaten bildenden Wespen, bei denen die Königin ein Nest baut und wo es mit dem Schlüpfen der ersten Arbeiterinnen zu einem regen Flugverkehr kommt.
Von den in Deutschland vorkommenden über 500 Wespenarten gehören lediglich 8 Arten zu den Staaten bildenden Wespen. Von den Staaten bildenden Arten werden nur 2 Arten dem Menschen mitunter „lästig“ – diese beiden Arten sind die Deutsche Wespe (Paravespula germanica) und die Gewöhnliche Wespe (Paravespula vulgaris). Alle anderen Arten locken solche Dinge wie Obstkuchen, Limonade, Eis und Grillfleisch überhaupt nicht.
Alle in Deutschland vorkommenden Wespenarten sind aufgrund der hier vorherrschenden klimatischen Bedingungen einjährig. Das gesamte Volk stirbt im Herbst ab, nur die befruchteten Jungköniginnen überwintern und gründen im Folgejahr einen neuen Staat. Dabei wird das alte Nest aus dem Vorjahr nicht wiederbesiedelt.
Es gibt kurzzyklische Arten, wie z.B. die Mittlere Wespe und die Sächsisch Wespe, deren Völker maximal 250 Tiere umfassen und bereits ab August absterben. Sie nisten in der Regel in frei hängenden Nestern in Hecken und Gebüschen, im Dachstuhl oder am Dachüberstand. Völker der langzyklischen Arten, zu denen die Deutsche Wespe und die Gewöhnliche Wespe gehören, können mehrere Tausend Tiere zählen und je nach Witterung bis in den November überleben. Die Deutsche Wespe und die Gewöhnliche Wespe nisten vornehmlich in Erdhöhlen oder dunklen Hohlräumen, wie z. B. Rollladenkästen, Wandverkleidungen und Vogelnistkästen.
Ihre Brut ernähren alle Wespen mit eiweißreicher Kost, welche meist aus Insekten besteht. In erster Linie werden Fliegen gejagt, aber auch Heuschrecken, Raupen und Spinnen gehören zu den Beutetieren der Wespen. Wer also Wespen in der Nachbarschaft hat, wird deutlich weniger von solchen Insekten belästigt.
Die erwachsenen Tiere ernähren sich von Nektar und erfüllen dabei auch wichtige Bestäuberfunktionen.
Mit einfachen Verhaltensregeln (s.u.) lassen sich die meisten Konflikte mit Wespen vermeiden und so wird das Belassen des Nestes an Ort und Stelle wahrscheinlich möglich sein.
Generell gilt:
• Wespen können mit Nelken- oder Lavendelöl auf Abstand gehalten werden, da sie den Geruch nicht mögen
• Fliegengitter an den Fenstern und Balkon-/Terrassentüren halten nicht nur Wespen, sondern auch andere Insekten wie Fliegen und Mücken „draußen“
• durch Anbringen spezieller Bürstenleisten kann das Einnisten von Wespen in Rollladenkästen verhindert werden
Bei Kontakt mit den Tieren:
• keine hektischen Bewegungen wie z.B. Schlagen (löst Verteidigungsverhalten aus)
• Tiere nicht anpusten (löst Verteidigungsverhalten aus), Mund schließen
• sich langsam und stetig von dem Tier entfernen
Verhalten im Freien:
• Speisen und Getränke abdecken
• Getränke mit Strohhalm trinken, Speisen – besonders Obst – vor dem Verzehr genau betrachten
• Fallobst aufsammeln
• auf blütenreichen Wiesen und Fallobst-Wiesen nicht barfuss laufen
• auf stark duftende Parfums und Sonnencremes verzichten
• Mülleimer gut verschließen bzw. offene Mülleimer, z.B. in Städten, Freibädern usw., meiden
Besonders bei (Klein-) Kindern zu beachten:
• keine unnötige Angst, aber den notwendigen Respekt vermitteln
• richtige Verhaltensweisen (s.o.) möglichst früh beibringen
• darauf achten, dass nach dem Verzehr von süßen Getränken und Speisen Gesicht und Hände gründlich gesäubert werden
Im Nestbereich:
• einen Bereich von 2 – 3 m Radius um das Nest frei lassen (besonders die Einflugschneise) und meiden
• am Nest Erschütterungen verhindern

Bei Fragen zu und Problemen mit Wespen kann man sich an folgende Adresse wenden:
Haus der Natur – Biologische Station im Rhein-Kreis Neuss e.V.
Homepage: www.biostation-neuss.de
Telefon: (02133) 50 23-0
Elisabeth Steiner

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