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Mehr Kita-Qualität durch kleinere Gruppen

verfasst von: redaktion am
Kreis und Städte 
Antrag von SPD und Grünen im Jugendhilfeausschuss

Neuss. Neuss ist Vorreiter in Sachen Kita-Plätze. Die Versorgungsquote liegt bei über 100 Prozent, es gibt also sogar einen kleinen Puffer. Möglich ist das unter anderem, weil Neuss in den vergangenen Jahren mit über 20 neuen Kitas über 2.300 neue Kita-Plätze geschaffen hat. Die von SPD und Grünen durchgesetzte beitragsfreie Kita-Betreuung für Kinder über 3 Jahren ist außerdem eine Neusser Besonderheit. Trotz dieser Erfolge wollen SPD und Grüne in Neuss an weiteren Verbesserungen für die Kitas arbeiten. „Wir streben kleinere Gruppen an, damit die pädagogische Qualität steigt und die Belastung für das Personal sinkt“, erklärt Nadine Baude als Sprecherin der SPD im Jugendhilfeausschuss.

Mögliches Pilotprojekt für Neuss
Ob kleinere Gruppen organisatorisch und finanziell möglich sind, wollen SPD und Grüne prüfen lassen und stellen darum einen entsprechenden Antrag im Jugendhilfeausschuss. In einem ersten Schritt soll die Stadtverwaltung gemeinsam mit Kita-Trägern prüfen, ob ein Pilotprojekt zur Reduzierung der Gruppengröße in einigen Kitas überhaupt möglich wäre. Ziel des Projektes soll es dann sein, zu schauen, wie sich die Verkleinerung der Gruppen auf die pädagogische Qualität auswirkt und ob die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dadurch entlastet werden können. „So können wir testen, welche Möglichkeiten es gibt, dieses Projekt später auszuweiten und welche zusätzlichen Kosten dadurch entstehen würden“, ergänzt Susanne Benary von den Grünen als Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses.

Angestellte klagen über hohe Belastung
Ohne all die engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Kitas wäre Neuss auf diesem Gebiet sicherlich kein Vorreiter. Daher nehmen SPD und Grüne vorhandene Schwierigkeiten sehr ernst. Denn auch in Neuss sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter großen Belastungen ausgesetzt. „Dadurch wird es für die Neusser Kitas auch immer schwieriger, geeignetes Personal zu finden“, erklärt Susanne Benary. Kleinere Gruppen könnten hier für Entlastung sorgen. Es bestehe auch Hoffnung, durch eine geringere Belastung auch den Krankenstand beim Kita-Personal zu reduzieren.

Pilotprojekt im Neusser Süden
Denkbar wäre das Pilotprojekt wohl in einigen Kitas im Neusser Süden. Dort bestehe nach aktuellen Kenntnissen ein leichtes Überangebot an Kita-Plätzen. In enger Abstimmung mit den Kita-Trägern könnten dort also möglicherweise Gruppen verkleinert werden.
Zunächst muss die Idee getestet werden. „Sollte es funktionieren, profitieren davon die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Eltern und natürlich auch die jüngsten Neusserinnen und Neusser“, erklärt Nadine Baude abschließend. Dann könnte das Modell mit kleineren Kita-Gruppen möglicherweise ausgeweitet werden.

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