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Gesellschaft
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Gedenken in Grimlinghausen & Reinigung der Stolpersteine
Neuss. Die SPD in Neuss erinnert auch in diesem Jahr mit zwei Aktionen an die Reichspogromnacht. Am 9. November 1938 haben rechte Horden in ganz Deutschland Synagogen in Brand gesetzt. Die SPD-Ortsvereine Neuss-Süd und Neuss-Stadtmitte wollen aus diesem Anlass ein Zeichen gegen das Vergessen setzen. „Wir wollen an die Schicksale der verfolgten Juden in Neuss erinnern“, sagen die Ortsvereinsvorsitzenden Juliana Conti (SPD Neuss-Stadtmitte), Edona Tahiri und Jan Lukas Waibel (beide SPD Neuss-Süd).
Reinigung Stolpersteine
Als aktives Zeichen gegen Rassismus und Antisemitismus ruft der SPD-Ortsverein Neuss-Stadtmitte auch in diesem Jahr wieder auf zum Reinigen der Stolpersteine, die an die Verfolgung jüdischer Mitbürgerinnen und Mitbürger durch die Nationalsozialisten erinnern. Derzeit gibt es in Neuss 114 Stolpersteine an 46 Standorten – die meisten in der Innenstadt, aber auch einige in der Nordstadt, in Grimlinghausen und neuerdings einen in Reuschenberg.
Vor der SPD-Geschäftsstelle werden am Samstag, den 9. November 2024 um 10 Uhr mehrere kleine Teams gebildet, die auf Kosten der SPD mit allen notwendigen Utensilien wie Lageplänen, Reinigungsmitteln, Putzlappen und Handschuhen versorgt werden. Zur besseren Planung der Aktion wird um eine kurze Anmeldung bis zum 6. November bei Michael Hohlmann (telefonisch unter 02131 10 16 60 oder per E-Mail: michael.hohlmann@gmx.de) gebeten.
Gedenkstunde Ortsverein Neuss Süd
Der SPD-Ortsverein Neuss-Süd gedenkt am Sonntag, den 10. November um 11.30 Uhr den Opfern der Reichspogromnacht. Zu der Gedenkstunde am ehemaligen Judenhaus an der Küpperstraße wird ein Vertreter der Jüdischen Gemeinde als Redner erwartet. Im Anschluss wird gemeinsam der jüdische Friedhof (Am Dormannsbusch, 41468 Neuss) in Grimlinghausen besucht.
Im sogenannten „Judenhaus“ an der Küpperstraße wurden sieben Bewohnerinnen und Bewohner zwangsweise untergebracht und anschließend deportiert und ermordet. „Uns ist es ein Anliegen, dass die Namen und Geschichten der Opfer der Nazis nicht vergessen werden“, sagen die Ortsvereinsvorsitzenden Edona Tahiri und Jan Lukas Waibel.
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