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Kaffeegespräch beim Rheinischen LandFrauenverband

verfasst von: redaktion am
Politik 
Dormagen. Die Erhaltung der Grün- bzw. Blühstreifen um die bewirtschafteten Felder der Landwirte herum, ist dem Europaabgeordneten und aktiven Landwirt aus Neukirchen-Vluyn, Karl-Heinz Florenz, eine Herzensangelegenheit. „Wir alle müssen aufmerksam sein“, appellierte Florenz jetzt beim „Kaffeegespräch“ an die Landfrauen.

Das Grün am Rande der Felder sei ein wichtiger Lebensraum für Insekten, deren Zahl bekanntlich dramatisch zurückgehe. Und der Erkenntnis, dass „unsere Umwelt“ höchstes Gut für unsere Nachkommen sei, stellte er die Tatsache gegenüber, dass in Flensburg täglich 8.000 PKW-Neuzulassungen registriert werden. Deren Abgase und Feinstaubpartikel landen auch auf den Feldern und Grünstreifen.

Zum „Kaffeegespräch“ hatten die Rheinischen Landfrauen, Ortsverband Dormagen, Karl- Heinz Florenz eingeladen. Er ist Mitglied des Europäischen Parlamentes, sein Wahlbezirk im Westen von NRW erstreckt sich über den Kreise Kleve, Viersen, Wesel, Rhein-Kreis Neuss, bis hin zu den kreisfreien Städten Krefeld und Mönchengladbach. Maria Decker als OV-Vorsitzende und Edelgard Stahl-Kamerichs als Kreis-Vorsitzende Neuss-Mönchengladbach, begrüßten und dankten Florenz, dass er sich die Zeit zum Austausch in Dormagen genommen hatte.

Nach einem kurzen Überblick über die Aktionen und Veranstaltungen der Landfrauen hier in der Region, gab Maria Decker gern das Wort an den Europaabgeordneten ab. Florenz resümierte interessant und aufschlussreich über seine Arbeit im Europaparlament, stand den Frauen Rede und Antwort. Er berichtete über die Säulen der Agrarpolitik wie Förderung der ländlichen Entwicklung, Direktzahlungen, Subventionierung. Und wies gleichzeitig darauf hin, dass sich voraussichtlich bis 2020 in der Landwirtschaftspolitik nichts ändern werde.

Der Brexit, die Handelsbilanz zum Export nach Großbritannien beispielsweise, spiele eine große Rolle. Wie es mit Europa weiter gehe, so Florenz, hänge auch von der Stärkung der Außenpolitik und der Währung, des Euros, ab. Denn dieser habe nicht die klassische Festigkeit wie die Deutsche Mark einst. Eine Schulden-Vergemeinschaftung dürfe nicht zugelassen werden, jedes EU-Land müsse seine Hausaufgaben machen. Das bestehende Pflanzenschutzgesetz müsse dringend überarbeitet werden.

Auf Pflanzenschutzmittel wie Neonicotinoide sollte man in der Zukunft verzichten, so Florenz. Des Weiteren sei er ein „leidenschaftlicher Abfaller“, gestand Florenz. Der behutsame Umgang mit Ressourcen und mehr Innovation im Bereich Recycling seien ihm für den Erhalt der Umwelt sehr wichtig und dafür kämpfe er.

Abschließend wirft Florenz einen Blick zurück. Nach 30 Jahren als Abgeordneter im Europaparlament – sechsmal wurde er wiedergewählt – sie es nun Zeit, den Staffelstab 2019 an einen jüngeren Menschen weiterzugeben. Das will Florenz gut vorbereiten. Der Rhein-Kreis Neuss habe ihn stets solidarisch unterstützt, das wünsche er sich auch in Zukunft für seine Nachfolge. Motivierende Worte gab Florenz zum Schluss den Landfrauen mit auf den Weg: Den Mut zu haben, sich politisch zu engagieren!

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