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Zwischen Himmel und Hölle

verfasst von: redaktion am
Sport 
Herzschlagfinale rettet Neusser Damen einen Punkt gegen Überruhr

Neuss. Punkt gewonnen oder Punkt verloren? Wer, wie Damen des Neusser HV, innerhalb von dreißig Sekunden, noch einen Zwei-Tore-Rückstand praktisch mit der Schlusssirene zum 23:23 (11:7)-Remis gegen die SG Überruhr dreht, der darf sich noch als Gewinner fühlen. Zumindest moralisch. Am Ende ist es aber auch eine vergebener Heimsieg, denn die Gastgeberinnen dominierten die erste Halbzeit mit ihrer sattelfesten Abwehr und schienen sicher auf die Siegerstraße einzubiegen.

Doch irgendwo an dieser Biegung, in der Halbzeitpause, nahm das NHV-Team die falsche Richtung und präsentierte sich in der Folge fast apathisch. Mehr noch, sie luden die Gäste förmlich dazu ein, wieder mitzuspielen und sogar an ihnen vorbeizuziehen, weil sie im Angriff keinen Ball mehr im Gehäuse von Vanessa Seckelmann unterbrachten oder den Ball vorher verloren. Als dann die Defensive zudem bedrohlich wackelte, schien alles auf eine enttäuschende Heimniederlage hinauszulaufen. Doch dann kamen noch einmal dreißig Sekunden, die die Achterbahnfahrt der rund 100 Zuschauer noch einmal beschleunigte – mit positivem Ausgang für die Neusser Damen.

„Für die Moral der Mädels ist der eine Punkt, wie er dann am Ende zustande kam, definitiv ein Plus!“, sagte Trainer Christian Hentschel nach der abwehrbetonten und am Ende dramatischen Partie. Gänzlich zufrieden werden sie im Neusser Lager aber auch nicht sein. Und das zu Recht. Zu überlegen wirkte das, was die Neusserinnen in der ersten Halbzeit aufs Parkett brachten. Ohne wirklich zu glänzen, hatten die Gastgeberinnen die SG Überruhr scheinbar sicher im Griff. Die Abwehr ließ kaum gute Tormöglichkeiten der Gäste zu und die Offensive spielte disziplinierter und unaufgeregter als zuletzt, wenn auch manchmal sichtlich das Tempo fehlte. Trotzdem wuchs die 2:1-Führung (3. Minute), bis zum 8:4 (22.) und 11:6 (29.), beständig an. Erst kurz vor dem Halbzeitpfiff verkürzten die Gäste wieder auf 11:7, blieben aber bis dahin den Anspruch schuldig, einen oder mehr Punkte mitnehmen zu können.

Das änderte sich schlagartig in der zweiten Halbzeit. Im gleichen Maße, wie die Hausdamen abbauten und immer hektischer oder wahlweise apathisch agierten, witterten die Gäste Morgenluft. „Überruhr war mental eigentlich schon weg vom Fenster. Wir haben sie aber mit Nachdruck eingeladen wieder teilzunehmen und mitzuspielen“, ärgerte sich Hentschel. Weil auch die Defensive plötzlich schwächelte, kamen die Gäste nicht nur wieder bedrohlich nahe, sie übernahmen nach 47 Minuten (16:17) auch erstmalig wieder die Führung nach dem 0:1. Mehr noch – die SG erhöhte bis zum 16:19 (49.). Jetzt waren es die Gastgeberinnen die mental angeschlagen waren, auch wenn sie immer wieder bis auf einen Treffer herankamen.

Spätestens mit dem 21:23 durch Amelie Polutta, zwei Minuten vor dem Ende und „erst Recht nach den beiden vergebenen Großchancen, war die Messe eigentlich gelesen. Die Manndeckung war das letzte Mittel“, sagte Hentschel, der dann hoffnungsvoll wie die Zuschauer auch, mit ansah, wie Luisa Teusch zum 22:23 verkürzte, 23 Sekunden vor dem Ende. Anwurf, eine Essener Spielerin vertändelt noch einmal den Ball, Madita Schut sprintet nach vorne, Lisa Klause passt und drei Sekunden vor dem Schlusspfiff netzt Schut zum Endstand ein. Während die SG-Spielerinnen enttäuscht zu Boden sinken, jubeln die Gastgeberinnen über den geretteten Punkt.

„Wir wollten heute schwer schlagbar sein und haben das in der ersten Halbzeit und in den letzten beiden Minuten erreicht. Dazwischen liegt noch weitere Entwicklungsarbeit vor uns. Der Punkt und das positive Ende sind trotzdem wichtig, auch angesichts der kommenden Herausforderung in Düsseldorf und der darauf folgenden, erneuten Spielpause.“, resümierte Hentschel. Der kommende Spieltag führt die Neusserinnen zum ersten Derby dieser Saison. Bei Fortuna Düsseldorf (Sonntag, 12. November, 13 Uhr), die sich nach dem Fehlstart in Überruhr am ersten Spieltag, seitdem verlustpunktfrei, bis auf den dritten Platz heraufgespielt hat, sind die NHV-Damen wieder die krassen Außenseiter. „Wir fahren aber nicht dahin, um freundlich die Punkte zu überreichen. Wir werden kämpfen bis zum Umfallen und wollen uns weiter entwickeln!“, sagte Hentschel abschließend.

Christian Hentschel

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