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Naturexkursion mit dem Piwipper Böötchen zum Grind

verfasst von: redaktion am
Umwelt 
Wollhandkrabben und feiner Sand wie in der Südsee

Dormagen. Gänse segeln im Licht der Abendsonne im Tiefflug übers Wasser, auf einer Kribbe streckt ein Kormoran seine Flügel und vor dem Bug der „Piwipp“ spiegelt sich der Himmel in leuchtenden Farben auf dem Wasser. „Warum ist es am Rhein so schön?“, fragt der Zonser Biologe Norbert Grimbach an Bord des Fährschiffs. Und gibt in Anspielung auf das berühmte Trinklied eine augenzwinkernde Antwort: „Sicher auch, weil die Mädchen so lustig und die Burschen so durstig sind. Aber vor allem, weil wir hier ein einmaliges Naturschutzgebiet haben.“
Es ist der Auftakt einer eindrucksvollen Naturexkursion, zu der die Lokale Allianz Dormagen gemeinsam mit dem Trägerverein „Piwipper Böötchen“ eingeladen hat. Zwei Stunden lang können die Teilnehmer auf dem vollbesetzten Schiff Flora und Fauna von der Wasserseite aus entdecken. Fachkundiger Begleiter ist Grimbach, der sich über Jahrzehnte intensiv mit der Dormagener Landschaftsgeschichte beschäftig hat. Er berichtet über die Auenwälder mit ihren Silberweiden, erklärt anschaulich die Unterschiede von Hybrid- und Schwarzpappeln und führt auch in das Leben unter Wasser vom Neunauge über die asiatische Körbchenmuschel bis hin zur wachsenden Zahl von Wollhandkrabben ein.

Hauptziel der Expedition ist der Grind zwischen Zons und Stürzelberg. „Hier haben wir feinen Sand wie in der Südsee“, schwärmt Grimbach über das Naturschutzgebiet mit seinen bis zu vier Meter hohen Dünen. Wegen des hier erhaltenen Artenreichtums ist die rund 300 Hektar große Rheinhalbinsel für Biologen aus zahlreichen Universitäten immer wieder ein Mekka. Grimbach macht die Teilnehmer mit Salbeiwiesen und Schlüsselblumen vertraut, stellt viele mediterrane Pflanzenarten dar, die sich dort angesiedelt haben und verblüfft auch mit so manch geschichtlicher Anekdote. So hatte das Wasser- und Schifffahrtsamt einmal auf 300 Meter Uferlänge ganze Schiffsladungen von Basaltbrocken abgeschüttet. „Das wäre eine Katastrophe für die Pflanzenwelt gewesen und ging im Bereich des Gleitufers gar nicht“, so Grimbach. Nach Protesten der Naturschützer mussten die Brocken wieder entfernt werden – ein kostspieliger Spaß.

Der Vorsitzende des Trägervereins Piwipper Böötchen, Professor Heiner Müller-Krumbhaar, reicherte die Exkursion mit spannenden Details aus der Geschichte der Rheinschifffahrt an. So wird die Nachbarstadt Monheim 2017 ein stolzes Jubiläum feiern: die erste urkundliche Erwähnung der dortigen Rheinschifffahrt vor dann genau 800 Jahren.

Mit dem Bewusstsein, in Dormagen ein ganz besonderes Stück Rheinufer mit noch vielen unbebauten Bereichen zu haben, gingen die Teilnehmer am Ende wieder an Land. Die Schiffstour wurde von der Lokalen Allianz im Rahmen der Umwelt- und Naturerlebniswoche unter dem Motto „Unser grünes Zuhause“ angeboten

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